Konferenz zum Schutz wandernder Wildtiere: Bundesrat verabschiedet Mandat
Bern, 18.02.2026 — Vom 23. bis zum 29. März 2026 tagt in Campo Grande (Brasilien) die 15. Vertragsparteienkonferenz der Bonner Konvention. Die Konvention schützt wandernde Wildtierarten. Die Schweiz setzt ihr Engagement auf internationaler Ebene in dieser Thematik fort. Der Bundesrat hat daher am 18. Februar 2026 das Mandat für die Teilnahme der Schweiz an dieser Konferenz genehmigt.
Die Bonner Konvention dient dem Schutz von Wildtieren, die sich bei ihren Wanderungen an Land, im Wasser oder in der Luft über grössere Strecken fortbewegen und dabei auch Staatsgrenzen überschreiten. Zum einen gilt es, die weltweit am stärksten gefährdeten dieser Arten zu schützen. Zum anderen geht es darum, die Auswirkungen von menschlichen Aktivitäten oder von Hindernissen zu verringern, welche die Wanderungen erschweren.
An der 15. Vertragsparteienkonferenz, die vom 23. bis 29. März 2026 in Campo Grande (Brasilien) stattfindet, werden die Umsetzung des strategischen Plans der Bonner Konvention (2024-2032) sowie des globalen Biodiversitätsrahmenwerks von Kunming-Montreal (siehe Kasten) Kernthemen sein. Die Schweizer Delegation wird sich dafür einsetzen, dass die Bonner Konvention ihren Beitrag zum Biodiversitätsrahmenwerk leistet, und dass die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten der Konvention und den weiteren Konventionen und Organisationen auf dem Gebiet der biologischen Vielfalt verstärkt wird.
Schliesslich wird die Schweiz eine Anpassung der Anhänge der Konvention unterstützen, die einen besseren Schutz seltener und bedrohter Wildtierarten – wie zum Beispiel die Schneeeule oder der Gepard – vorsieht. Da die davon betroffenen Tierarten in der Schweiz nicht vorkommen, ist die Schweiz von den vorgeschlagenen Änderungen nicht direkt betroffen und es sind keine Anpassungen des nationalen Rechts erforderlich.
Globales Biodiversitätsrahmenwerk von Kunming – Montreal
Gemäss einem Bericht des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) sind aktuell eine Million Arten vom Aussterben bedroht. Dem Verlust an Biodiversität will das globale Biodiversitätsrahmenwerk von Kunming – Montreal entgegenwirken. Es wurde im Dezember 2022 in Montreal an der 15. Vertragsparteienkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) verabschiedet und beinhaltet klare und messbare globale Ziele bis 2030 und 2050 mit einheitlichen Indikatoren, welche die wichtigsten globalen Ursachen für den Verlust an Biodiversität angehen. Der globale Zielrahmen ist für alle biodiversitäts-relevanten Konventionen und Prozesse von Bedeutung.