Mobilfunkpreise

Laut dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamts für Statistik (BFS), der die Preisentwicklung auf der Basis eines Warenkorbs mit den wichtigsten Konsumgütern und Dienstleistungen der Haushalte in der Schweiz misst, hat der Gesamtindex für Telekommunikationsdienstleistungen zwischen 2024 und 2025 um 0,9 % zugenommen. Dieser Wert liegt deutlich über der durchschnittlichen Teuerung von +0,2 % im Jahr 2025.
Der Anstieg ist vor allem auf die höheren Preise für die Mobilfunk-Kommunikation zurückzuführen, deren Index im vergangenen Jahr um 2,2 % gestiegen ist. Nach mehreren stark rückläufigen Jahren blieben die Preise für die bei der Kundschaft immer beliebter werdenden kombinierten Festnetz- und Mobilangebote in den letzten zwei Jahren stabil (+0,1 % im Jahr 2024 und 0 % im Jahr 2025).
Die Erhebung der Mobilfunkpreise in der Sammlung statistischer Daten des BAKOM, die auf den günstigsten Angeboten der Mobilfunkanbieterinnen auf dem Schweizer Markt beruht, zeigt im Übrigen deutliche Differenzen auf.
Unabhängig vom betrachteten Warenkorb kann das günstigste Angebot zwei- bis knapp dreimal billiger sein als das teuerste.
Das vorteilhafteste Angebot für Kleinverbraucherinnen und -verbraucher (30 Anrufe, 500 MB) war 2025 für Fr. 11.90 pro Monat bei M-Budget zu haben und kostete etwa halb so viel wie das teuerste Angebot von Swisscom für Fr. 23.–. Für mittlere Verbraucherinnen und Verbraucher ist das kostengünstigste Angebot (100 Anrufe, 2 GB Daten) von Salt für Fr. 14.90 beinahe 2,7-mal billiger als jenes von Swisscom für Fr. 39.90. Für Kundinnen und Kunden mit einem hohen Nutzungsbedarf (unlimitierte Anrufe, 20 GB) schliesslich liegt trotz einer Annäherung seit 2024 noch immer eine Differenz von fast 27 Franken zwischen dem günstigsten Angebot von Salt für Fr. 23.– und dem mehr als 2-mal so teuren von Swisscom für Fr. 50.–.

Im internationalen Vergleich gehören die Mobilfunkpreise für den mittleren Warenkorb in der Schweiz immer noch zu den höchsten. Dies bestätigen die der OECD publizierten Preiskörbe, die die vorteilhaftesten Angebote der grössten Betreiberinnen für jedes Land berücksichtigen.
Für die Schweiz wurden die drei Netzbetreiberinnen Salt, Sunrise und Swisscom sowie die Zweit- und Drittmarken Yallo und M-Budget bei der Erstellung der Preiskörbe einbezogen. Darin sind Produkte und Optionen aus dem Prepaid- wie auch aus dem Abonnementssegment erfasst.
Für einen mittleren Korb (100 Anrufe und 2GB Daten) bezahlten Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz im August 2025 pro Monat 4.20 Franken mehr als im OECD-weiten Durchschnitt (14.90 gegenüber 10.70 Franken). Im Hinblick auf das günstigste Angebot belegt die Schweiz den 30. Rang und befindet sich damit im oberen Drittel der teuersten Länder. Nur gerade acht Länder verzeichnen noch höhere Preise.
Bei kleinem Nutzungsbedarf (30 Anrufe und 500 MB Daten) platziert sich die Schweiz auf Rang 34, d. h. ebenfalls im Drittel der teuersten OECD-Länder. Im Jahr 2025 zahlte die Schweizer Kundschaft 3.95 Franken mehr als der Durchschnitt der OECD-Länder.
Für einen grossen Warenkorb (unbegrenzte Telefonie, 20 GB Daten) zahlten Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz pro Monat 0.60 Franken mehr als der OECD-weite Durchschnitt (23 Franken gegenüber 22.40 Franken). Damit liegt die Schweiz im Mittelfeld auf Platz 12 der Rangliste.