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Veröffentlicht am 29. Mai 2026

Glasfaser in der Schweiz

Glasfaseranschlüsse im Verhältnis zu allen Breitband-Abonnementen

Diese Grafik zeigt die Entwicklung des Anteils von Glasfaser an den gesamten Festnetz-Breitband-Internetanschlüssen in den OECD-Ländern zwischen 2019 und 2024. Jedes Land ist durch einen blauen Balken dargestellt, der den Anteil von Glasfaser im Jahr 2024 angibt. Zwei weitere Markierungen zeigen den Anteil der Glasfaser im Jahr 2023 (ein weisser Kreis) und im Jahr 2019 (ein kleiner dunkelgrüner horizontaler Strich), sodass die Entwicklung im Zeitverlauf verfolgt werden kann.Die Länder sind von links nach rechts nach der höchsten bis zur niedrigsten Glasfaserpenetrationsrate im Jahr 2024 geordnet. Es ist deutlich zu erkennen, dass Island, Südkorea, Spanien, Finland und Litauen mit mehr als 80 % der Glasfaseranschlüsse an der Spitze liegen. Am anderen Ende der Skala weisen Belgien, Deutschland, Österreich und Griechenland mit weniger als 20 % die niedrigsten Anteile auf.Die Grafik zeigt auch den OECD-Durchschnitt, dargestellt durch einen violetten Balken. Dieser Durchschnitt liegt 2024 bei etwa 46,9 %, gegenüber 42,5 % im Jahr 2023  und knapp 28,1 % im Jahr 2019, was ein kontinuierliches Wachstum der Glasfaser in allen OECD-Ländern zeigt.Die Schweiz schreitet langsam voran und liegt mit einer Quote von 35,2 % im Jahr 2024 gegenüber 31,8 % im Jahr 2023 und 20,6 % im Jahr 2019 weiterhin etwas hinter dem Durchschnitt zurück.

Im Unterschied zur hochstehenden Versorgung mit Breitbandinternet über hybride Festnetze gehört die Schweiz bei der Erschliessung mit Glasfaser bis in die Haushalte (FTTH) nicht zur Weltspitze.

Seit mehreren Jahren werden im Rahmen von Kooperationen zwischen Swisscom und lokalen Energieversorgern (EVU) in zahlreichen Städten und Regionen FTTH-Netze gebaut. An andern Orten wiederum investieren einzelne politische Gemeinden im Alleingang in FTTH. Neben den Kooperationen investiert Swisscom an vielen Orten auch alleine in die Modernisierung des Festnetzes. Auch die CATV-Betreiberinnen investieren laufend in den Glasfaserausbau und in DOCSIS 3.0 (bzw. in DOCSIS 3.1) über Coax-Kabel.

Der Wettbewerb wird auch von Swiss Fibre Net AG (SFN) belebt, ein Netzverbund von zahlreichen Energieversorgern, die lokale Glasfasernetze erbaut haben, bietet Diensteanbieterinnen ohne eigenes Anschlussnetz (z.B. Init7, 1tv, iWay, GGA Maur, Salt, Sunrise, VTX) die Möglichkeit, über eine gemeinsame Plattform schweizweit einheitliche FTTH-Produkte zum Wiederverkauf zu beziehen.

Mit der Firma Swiss4net investiert eine weitere Firma in den Aufbau und Betrieb von lokalen Glasfasernetzen. Swiss4net plant, baut und finanziert FTTH-Netze in P2P-Architektur in Gemeinden und Städten, wo sie die nötigen Rohranlagen von der Gemeinde oder dem Energieversorger längerfristig mieten kann. Swiss4net verfügt mittlerweile über mindestens acht lokale Glasfasernetze (z.B. in Morges und Pully, in Chiasso und Ascona oder in Baden und Wettingen). Über die von Swiss4net betriebenen Netze bieten verschiedene Telecom-Anbieterinnen ihre Angebote an.

Die Zahl der genutzten Glasfaserabonnemente (FTTH/B) in der Schweiz nimmt langsam zu, wobei der Breitbandmarkt mit rund 4,2 Millionen Anschlüssen nahezu gesättigt ist. Das Wachstum des Glasfasersegments ist in erster Linie auf den Umstieg von DSL-Abonnentinnen und -Abonnenten auf Glasfasertechnologie zurückzuführen. Die geschätzte Anzahl von etwa 1,5 Millionen genutzter Glasfaseranschlüsse entsprach Ende 2024 rund 35 % der Breitbandanschlüsse in der Schweiz.

Im internationalen Vergleich liegt das Wachstum bei den Glasfaserabonnementen in der Schweiz (+11 % zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024) leicht unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (+12,9 %) und demjenigen von Frankreich (+13,6 %). Deutlich ist der Rückstand gegenüber Österreich (+22 %), Deutschland (+23,3 %) und Italien (+26,6 %).

Bei der Glasfasernutzung hinkt die Schweiz mit einem Wert von 35,2 % im internationalen Vergleich immer noch hinterher: In den OECD-Ländern lag die durchschnittliche Glasfaserpenetration gemessen an den Breitbandanschlüssen Ende 2024 bei über 46,9 %. Die Schweiz ist besser positioniert als die meisten ihrer Nachbarländer wie Italien (31,1 %), Deutschland (13,7 %) oder Österreich (13,6 %). Nur Frankreich hat einen relativ hohen Anteil an Glasfaserabonnementen (74,9 %).