Datenverkehr

Wachstum des mobilen Datenverkehrs

Globaler mobiler Daten- und Sprachverkehr
Quelle: Ericsson traffic measurements (Q4 2018)

Gemäss dem neuesten Ericsson Mobility Report vom November 2018 gab es im dritten Quartal 2018 weltweit 7,9 Milliarden Mobilfunkanschlüsse (+3 % im Vergleich zum Vorjahr). Inzwischen sind 60 % aller Mobiltelefone Smartphones. Ende 2018 waren weltweit 5 Milliarden Smartphones im Einsatz. Bis 2024 dürften es 7,2 Milliarden sein, auch wenn sich das Wachstum bei den Verkäufen solcher intelligenten Geräte 2018 etwas verlangsamt hat.

Nachdem die Verkaufszahlen mehrere Jahre lang steil nach oben zeigten, ist für 2018 bereits zum zweiten Mal in Folge mit einem Rückgang der Smartphone-Verkäufe zu rechnen. Gemäss den jüngsten Zahlen von International Data Corporation (IDC) vom Dezember 2018 gingen im Berichtsjahr weltweit noch 1,42 Milliarden Smartphones über die Ladentische. Dies sind 3 % weniger als 2017 (1,47 Mrd.). Für 2019 und die Jahre danach rechnet IDC indessen mit einem erneuten Wachstum. Geht man von den neuesten Modellen aus, die seit Herbst 2018 von den Herstellern präsentiert wurden, dürften namentlich hochpreisige Geräte sowie solche mit grösseren Bildschirmen die Verkaufszahlen ankurbeln.

Auch in der Schweiz ist der Anteil der Smartphones seit einigen Jahren sehr hoch. Gemäss der 2018 von Deloitte veröffentlichen Global Mobile Consumer Survey besitzen 92 % aller Erwachsenen in der Schweiz mindestens ein Smartphone.

Laut der neuesten Auflage der JAMES-Studie, die im November 2018 von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Swisscom publiziert wurde, ist die Verbreitung von Smartphones auch bei den Jugendlichen sehr hoch: 99 % der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen ein Mobiltelefon (fast immer ein Smartphone), drei Viertel von ihnen mit einem Flatrate-Abonnement. Junge Menschen verbringen immer mehr Zeit damit, mit dem Handy im Internet zu surfen oder über soziale Netzwerke Kontakte zu pflegen. Aber vor allem Musik hören oder Videos ansehen ist bei jungen Menschen beliebt. Dazu werden vor allem Video- oder Musik-Streaming-Plattformen wie Netflix oder Spotify genutzt.

Das Aufkommen von Smartphones hat nicht nur unsere Art zu kommunizieren, sondern auch unseren Alltag radikal verändert. Die Nutzerinnen und Nutzer sind quasi rund um die Uhr online und konsumieren immer mehr Daten, namentlich in Form von Videos. Dies führt zu einer enormen Zunahme des Datenverkehrs auf den Mobilfunknetzen.

Aufgrund dieser Entwicklung stieg der Datenverkehr auf den Mobilfunknetzen in der Schweiz 2018 erneut an. Auf dem Netz von Swisscom beispielsweise nahm er gegenüber 2017 um knapp 30 % zu. Sunrise verzeichnet nach eigenen Angaben eine Verdoppelung des Datenverkehrs alle 16 Monate.

Gemäss dem im Februar 2019 aktualisierten Ericsson Mobility Report hat der Datenverkehr auf den Mobilfunknetzen zwischen Ende 2017 und Ende 2018 weltweit um 88 % zugenommen. Dies ist der stärkste Zuwachs seit Mitte 2013, als eine Zunahme um 89 % verzeichnet worden war. Vergleicht man jedoch die realen Datenvolumen, so zeigt sich, dass der Anstieg 2018 15-mal grösser war als das 2013 beobachtete Wachstum. Der Grund dafür ist einerseits die steigende Zahl der Datenabonnements in Verbindung mit Smartphones und andererseits die Zunahme der darin enthaltenen Datenvolumen, welche hauptsächlich durch die wachsende Übertragung von Video-Inhalten bedingt ist. Laut Ericsson machte der Video-Anteil 2018 bereits 60 % des mobilen Datenverkehrs aus und könnte bis 2024 auf fast 74 % anwachsen. Dies entspräche einer weltweiten Zunahme von jährlich fast 35 % zwischen 2018 und 2024.

Überdies ist Ericsson zufolge die Zahl der Breitband-Mobilfunkabonnemente innerhalb eines Jahres um rund 15 % gestiegen und erreichte im September 2018 5,7 Milliarden. In dieser Zahl enthalten sind bereits rund 3,3 Milliarden LTE-Abonnemente. LTE war Ende 2018 die am weitesten verbreitete Mobilfunktechnologie.

Letzte Änderung 13.06.2019

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