Entwicklung der Entbündelung

Entwicklung der Entbündelung in der Schweiz

TAL in CH 2018
Quelle: Swisscom

Die Entbündelung der Teilnehmeranschlüsse ermöglicht es den alternativen Anbieterinnen, ihren Kundinnen und Kunden ihre eigenen Telekommunikationsdienste anzubieten, indem sie bei Swisscom die Kupferanschlussleitungen mieten und bis zu den Endkunden selbst betreiben.

Nach ihrer Einführung im Jahr 2007 führte die Entbündelung zunächst zu einer kräftigen Belebung des Wettbewerbs auf dem Markt der DSL-Anschlüsse. Seit mehreren Jahren ist die Zahl der Entbündelungen indessen rückläufig. Lag die Zahl der entbündelten Leitungen Mitte 2012 noch bei etwa 315 000, waren es Ende 2018 weniger als 90 000. Damit machen die vollständig entbündelten Leitungen (Full Access) inzwischen weniger als 3 % aller Breitbandleitungen in der Schweiz aus.

Einerseits ist dies auf die Angebote der Kabelnetzbetreiberinnen und die zunehmende Nutzung von Glasfaseranschlüssen zurückzuführen, die den Infrastrukturwettbewerb weiter verschärfen. Andererseits wirkt sich das wachsende Interesse der Kundinnen und Kunden an Kombiangeboten für Telefonie, Internet und digitales Fernsehen zum Nachteil für die Entbündelungstechnik aus, denn diese ermöglicht keine hohen Übertragungsraten.

Letzte Änderung 13.05.2019

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