Entwicklung der Entbündelung

Entwicklung der Entbündelung in der Schweiz

TAL CH 2021
Quelle: Swisscom

Die Entbündelung der Teilnehmeranschlüsse ermöglicht es einer Drittanbieterin, ihren Kundinnen und Kunden ihre eigenen Telekommunikationsdienste anzubieten, indem sie bei Swisscom die Kupferanschlussleitungen mietet und bis zu den Endkundinnen und -kunden selbst betreibt. Da die Entbündelung im Gesetz nicht technologieneutral formuliert ist, untersteht in der Schweiz derzeit nur das Kupfernetz der Regulierung.

Die Entbündelung führte nach der Einführung im Jahr 2007 zunächst zu einer Belebung des Wettbewerbs auf dem Markt der DSL-Anschlüsse. Seit mehreren Jahren ist die Anzahl der entbündelten Anschlussleitungen indessen rückläufig. Die Anzahl der entbündelten Anschlüsse hatte Mitte 2012 mit etwa 315 000 (knapp 10 % aller Breitbandanschlüsse) ihren Höchststand erreicht. Ende 2021 waren es nur noch etwa 41 000. Damit machen die vollständig entbündelten Leitungen (Full Access) inzwischen nur noch 1 % aller Breitbandleitungen in der Schweiz aus.

Einerseits ist dies auf die Angebote der Kabelnetzbetreiberinnen und die zunehmende Nutzung von Glasfaseranschlüssen zurückzuführen, die den Infrastrukturwettbewerb weiter beleben. Andererseits wirkt sich das Interesse der Kundinnen und Kunden an Kombiangeboten für Telefonie, Internet und digitales Fernsehen nachteilig auf die dafür nicht geeignete Entbündelung aus, denn diese ermöglicht keine hohen Übertragungsraten.

Letzte Änderung 10.05.2022

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