Entwicklung der Entbündelung

Entwicklung der Entbündelung in der Schweiz

TAL CH 2020
Quelle: Swisscom

Die Entbündelung der Teilnehmeranschlüsse ermöglicht es einer Drittanbieterin, ihren Kundinnen und Kunden ihre eigenen Telekommunikationsdienste anzubieten, indem sie bei Swisscom die Kupferanschlussleitungen mietet und bis zu den Endkunden selbst betreibt.

Die Entbündelung führte nach der Einführung im Jahr 2007 zunächst zu einer Belebung des Wettbewerbs auf dem Markt der DSL-Anschlüsse. Seit mehreren Jahren ist die Anzahl der Entbündelungen indessen rückläufig. Die Anzahl der entbündelten Leitungen hatte Mitte 2012 mit etwa 315 000 (knapp 10 % aller Breitbandanschlüsse) ihren Höchststand erreicht. Ende 2020 waren es nur noch etwa 55 000. Damit machen die vollständig entbündelten Leitungen (Full Access) inzwischen weniger als 2 % aller Breitbandleitungen in der Schweiz aus.

Einerseits ist dies auf die Angebote der Kabelnetzbetreiberinnen und die zunehmende Nutzung von Glasfaseranschlüssen zurückzuführen, die den Infrastrukturwettbewerb weiter beleben. Andererseits wirkt sich das Interesse der Kundinnen und Kunden an Kombiangeboten für Telefonie, Internet und digitales Fernsehen nachteilig auf die dafür nicht geeignete Entbündelung aus, denn diese ermöglicht keine hohen Übertragungsraten.

Letzte Änderung 08.06.2021

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