Mobilfunkpreise

Mobilfunkpreise
Quelle: BAKOM

Nachdem die Mobilfunkpreise bereits 2018 spürbar gesunken sind, war 2019 ein weiterer Preisrückgang für alle Kundentypen zu verzeichnen. Im Durchschnitt sanken die Preise der günstigsten Angebote der drei grössten Schweizer Dienstanbieterinnen für Kundinnen und Kunden mit grossem Nutzungsbedarf um 7,8 %, für Personen mit mittlerem Nutzungsbedarf um 8,4 % und für das Kundensegment mit geringer Nutzung um 5,5 %. Dabei ist indessen nach Marktsegment (Abonnement oder Prepaid) zu differenzieren.

Laut BAKOM-Statistiken profitierten ausschliesslich die Abonnementskunden von sinkenden Preisen. In diesem Segment sanken die Preise für Personen mit kleinem Nutzungsbedarf um 6,9 %, für Kunden mit mittlerer Nutzung um 13,1 % und für solche mit hoher Nutzung um 18,5 %. Im Prepaid-Markt blieben die Preise 2019 stabil.

Die Gründe für diese signifikanten Preisrückgänge sind gemäss BAKOM namentlich in der Lancierung günstigerer Abonnementsprodukte zu suchen, die besser an den effektiven Datenverkehr angepasst sind. Dies gilt namentlich für Swisscom und Salt.

Im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern gehören die Mobilfunkpreise in der Schweiz nach wie vor zu den höchsten.

Dies bestätigen die vom Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics publizierten Teligen-Preiskörbe, die auf den OECD-Methoden basieren und die vorteilhaftesten Angebote der grössten Betreiberinnen für jedes Land berücksichtigen. Darin sind Produkte und Optionen aus dem Prepaid- wie auch aus dem Abonnementssegment erfasst. Im Preiskorb für die Schweiz werden nur die Angebote der drei Betreiberinnen Salt, Sunrise und Swisscom berücksichtigt. Für einen durchschnittlichen Korb mit Sprach- und Datenverbindungen bezahlte ein Nutzer mit mittlerem Bedarf (100 Anrufe und 500 MB Daten) in der Schweiz monatlich noch immer 19 Euro mehr als im OECD-weiten Durchschnitt (36 Euro gegenüber 17 Euro, Stand August 2019). Für Kundinnen und Kunden mit grossem Nutzungsbedarf (900 Anrufe und 2 GB Daten) schwächt sich der Unterschied tendenziell ab, dennoch bezahlten sie in der Schweiz pro Monat noch 11 Euro mehr als im Durchschnitt der OECD-Länder (36 Euro gegenüber 25 Euro).

Letzte Änderung 03.06.2020

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