Mobilfunkpreise

Preise 2011-2020

Laut dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik (BFS), der die Preisentwicklung auf der Basis eines Warenkorbes mit den wichtigsten Konsumgütern und Dienstleistungen der Haushalte in der Schweiz misst, hat der globale Index für Telekommunikationsdienstleistungen zwischen 2019 und 2020 um 0,3 % zugenommen. Der Index für die Kommunikation über Mobilfunk ist im letzten Jahr um 2,7 % gestiegen.

Die Erhebung der Mobilfunkpreise in der Sammlung statistischer Daten des BAKOM, die auf den günstigsten Angeboten der Mobilfunkanbieterinnen auf dem Schweizer Markt beruhen, zeigt im Übrigen deutliche Differenzen.

In allen Warenkörben (kleine, mittlere und grosse Verbraucher) unterscheiden sich das günstigste Angebot von UPC und das teuerste von Swisscom um den Faktor 2 bis 2,5. Diese Spanne hat sich zwischen 2019 und 2020 ausgeweitet, was laut dem BAKOM von einer gewissen Dynamik in diesem Markt zeugt.

Das vorteilhafteste Angebot für Kleinverbraucher war 2020 bei UPC für 9 Franken zu haben, bei Swisscom für 25 Franken. Für mittlere Verbraucher kostete das Angebot von UPC weniger als 20 Franken, jenes von Swisscom aber mehr als 51 Franken. Grossverbraucher schliesslich finden bei UPC das billigste Angebot für 30 Franken und bei Swisscom das teuerste für 66 Franken.

OECD Preise 2020
Quelle: Results from Teligen/OECD Mobile Voice and Data Price Benchmarking system. Copyright Strategy Analytics, UK

Im internationalen Vergleich gehören die Mobilfunkpreise in der Schweiz immer noch zu den höchsten, auch wenn die Differenz gegenüber den anderen OECD-Ländern tendenziell abnimmt.

Dies bestätigen die vom Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics publizierten Teligen-Preiskörbe, die auf den OECD-Methoden basieren und die vorteilhaftesten Angebote der grössten Betreiberinnen für jedes Land berücksichtigen. Darin sind Produkte und Optionen aus dem Prepaid- wie auch aus dem Abonnementssegment erfasst. Für die Schweiz wurden die drei Netzbetreiberinnen Salt, Sunrise und Swisscom sowie die Zweit- und Drittmarken UPC, Yallo und M-Budget bei der Erstellung der Preiskörbe berücksichtigt. Für einen durchschnittlichen Korb mit Sprach- und Datenverbindungen bezahlte ein Nutzer mit mittlerem Bedarf (100 Anrufe und 2 GB Daten) in der Schweiz monatlich nur 3,5 Franken mehr als im OECD-weiten Durchschnitt (20 Franken gegenüber 16,5 Franken). Allerdings liegt die Schweiz im Hinblick auf das günstigste Angebot für einen durchschnittlichen Warenkorb auf Rang 25 und damit im Drittel der teuersten Länder.

Kundinnen und Kunden mit grossem Nutzungsbedarf (unbegrenzte Anrufe und 20 GB Daten) zahlten in der Schweiz pro Monat fast 4 Franken weniger als im Durchschnitt der OECD-Länder (29,9 Franken gegenüber 33,7 Franken). Dieses Ergebnis ist allerdings zu nuancieren, weil die Schweiz immer noch den 17. Rang belegt und mehrere Länder vergleichbare Produkte für unter 20 Franken anbieten.

Letzte Änderung 26.05.2021

Zum Seitenanfang

https://www.comcom.admin.ch/content/comcom/de/home/dokumentation/zahlen-und-fakten/mobilfunkmarkt/mobilfunkpreise.html