Mobilfunkabdeckung

Mobilfunkabdeckung in der Schweiz  

LTE-Abdeckung in der Schweiz, Dezember 2020
(in % der Bevölkerung)

LTE-Abdeckung
Quellen: Betreiberinnen

Die Mobilfunkabdeckung ist in der Schweiz nahezu vollständig.

Die GSM-Technologie (2G) wurde in der Schweiz 1993, d. h. vor über 25 Jahren, eingeführt und war primär für die Sprachtelefonie und den Austausch kleiner Datenmengen (SMS, E-Mail) konzipiert. Heute werden die GSM-Netze nach und nach durch modernere Technologien abgelöst. Die grosse Mehrheit der Telefonverbindungen wird bereits heute über modernere Netze (3G, 4G und 5G) abgewickelt, und der Anteil von 2G am gesamten Verkehr lag in den letzten Jahren bei unter 1 %. Swisscom und Salt schalteten ihre 2G-Netze (GSM, GPRS, Edge) Ende 2020 ab. Sunrise hat beschlossen, ihr 2G-Netz bis mindestens Ende 2022 zu betreiben. Dienste wie SMS werden weiter auf den 3G-, 4G- und 5G-Netzen betrieben.

Bei den UMTS/HSPA-Diensten (3G), die einen mobilen Internetzugang mit einer Geschwindigkeit von 42 Mbit/s ermöglichen, erreicht die Bevölkerungsabdeckung in der Schweiz je nach Betreiberin bis zu 99 %. Diese Dienste dürften noch während einiger Jahre parallel zu den Technologien der neuesten Generation (4G und 5G) angeboten werden. Swisscom hat angekündigt, die 3G-Abdeckung bis mindestens Ende 2024 zu garantieren. In Deutschland z. B. laufen bereits Vorbereitungen für die UMTS-Abschaltung im Jahr 2021.

Ende 2020 erreichte die Abdeckung mit LTE (4G) laut Angaben der drei Schweizer Anbieterinnen Salt, Sunrise und Swisscom mindestens 99 % der Bevölkerung. Auch in Bezug auf die LTE-A-Technologie (4G+) vermelden alle Betreiberinnen hohe Netzabdeckungen: Bei Swisscom sollen es bereits 96 % mit Geschwindigkeiten bis zu 300 Mbit/s und sogar 72 % mit Höchstgeschwindigkeiten von 500 Mbit/s sein. Sunrise erzielte mit dem LTE-A-Netz Anfang 2020 eine Abdeckung von 85 % der Bevölkerung mit Datenübertragungsraten von bis zu 900 Mbit/s. Bei Salt erreichte die Abdeckung der Bevölkerung mit dem LTE-A-Netz 97%.

Im Anschluss an den Erwerb zusätzlicher Frequenzen Anfang 2019 bauten die Anbieterinnen ihre 5G-Mobilfunknetze zügig aus. Swisscom nahm ihr 5G-Netz im April 2019 in Betrieb und deckte Ende 2020 90 % der Bevölkerung ab. Sunrise lancierte ihr 5G-Angebot ebenfalls im April 2019 und erreichte im Dezember 2020 mit einer Abdeckung von 90 % der lokalen Bevölkerung bereits mehr als 686 Städte und Ortschaften. Salt begann im August 2020 mit dem Betrieb ihres 5G-Netzes. Die Anbieterin liefert noch keine Abdeckungsdaten, kündigt aber an, dass der Ausbau landesweit fortgesetzt werde.

Die neue 5G-Technologie ist bekanntlich eine Weiterentwicklung von 4G. Zudem nutzt 5G heute sehr ähnliche Frequenzen wie der bisherige Mobilfunk und hält die gleichen Strahlungsgrenzwerte ein, die an Orten mit empfindlicher Nutzung zehnmal strenger sind als in unseren Nachbarländern.

5G zeichnet sich im Vergleich zu 4G durch eine bis zu 100-mal schnellere Datenübertragung (1 Gbit/s und mehr) und durch deutlich kürzere Reaktionszeiten aus. Auch können viel grössere Datenmengen transportiert und viel mehr Geräte parallel bedient werden. 5G ist zudem deutlich effizienter bezüglich Frequenznutzung und Energieverbrauch.

Für die Zukunft der Schweiz ist die neue Technologie von grösster Bedeutung, da sie viele neuartige Anwendungen möglich macht, wie etwa durch die Vernetzung zahlreicher Geräte und Sensoren (Internet der Dinge, IoT), die zeitkritische, zuverlässige Fernsteuerung (z. B. Telemedizin oder Industrie 4.0) oder selbstfahrende Fahrzeuge, die hohe Datenmengen verarbeiten. 5G wird künftig auch eine zentrale Rolle bei der Steuerung einer ressourcen- und energieschonenden Wirtschaft spielen.

Letzte Änderung 08.06.2021

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