Glasfaser in der Schweiz

Glasfaseranschlüsse im Verhältnis zu allen Breitband-Abonnementen

OECD Fibre 2018-2020

Im Unterschied zur hochstehenden Versorgung mit Breitbandinternet über hybride Festnetze gehört die Schweiz bei der Erschliessung mit Glasfaser bis in die Haushalte (FTTH) nicht zur Weltspitze. Seit vielen Jahren investieren verschiedene Akteure jedoch konstant beträchtliche Summen in den Glasfaserausbau.

Seit mehreren Jahren werden im Rahmen von Kooperationen zwischen Swisscom und lokalen Energieversorgern (EVU) in zahlreichen Städten und Regionen FTTH-Netze gebaut. An andern Orten wiederum investieren einzelne politische Gemeinden im Alleingang in FTTH. Neben den Kooperationen investiert Swisscom an vielen Orten auch alleine in die Modernisierung des Festnetzes. Auch die CATV-Betreiberinnen investieren laufend in den Glasfaserausbau und in DOCSIS 3.0 (bzw. in Docsis 3.1) über Coax-Kabel . Und SFN, ein Netzverbund von zahlreichen Energieversorgern, die lokale Glasfasernetze erbaut haben, bietet Diensteanbieterinnen ohne eigenes Anschlussnetz (z.B. Init7, 1tv, iWay.ch, GGA Maur, Salt, Sunrise, VTX) die Möglichkeit, über eine gemeinsame Plattform schweizweit einheitliche FTTH-Produkte zum Wiederverkauf zu beziehen.

Was die Abonnements betrifft, stellen wir fest, dass die Zahl der genutzten Glasfaseranschlüsse (FTTH/B) in der Schweiz weniger schnell als in den Vorjahren zunimmt. Mit rund 4 Millionen Anschlüssen ist der Breitbandmarkt nahezu gesättigt. Das Wachstum im Glasfasersegment ist in erster Linie auf den Umstieg von DSL- und CATV-Abonnenten auf Glasfasertechnologie zurückzuführen.

Die auf knapp eine Million geschätzte Anzahl Glasfaseranschlüsse entsprach Ende 2020 fast 24 % aller Breitbandanschlüsse in der Schweiz. Damit ist die Schweiz im internationalen Vergleich noch immer leicht im Rückstand: In den OECD-Ländern lag die Glasfaserpenetration bei den Breitbandanschlüssen Mitte 2020 bei über 29 %. Die jährliche Zunahme der Glasfaser-Abonnemente liegt in der Schweiz zwar über dem OECD-weiten Durchschnitt (+15,6 % gegenüber +13,5 %), aber z. B. deutlich unter jenem der Nachbarländer Österreich (+23,6 %), Deutschland (+34,2 %), Italien (+41 %) und Frankreich (+43 %).

Letzte Änderung 08.06.2021

Zum Seitenanfang

https://www.comcom.admin.ch/content/comcom/de/home/dokumentation/zahlen-und-fakten/breitbandmarkt/glasfaser.html