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Glossar


ADSL
BWA (WiMAX)
Grundversorgung
GSM
GPRS
Interkonnektion
Nationaler Frequenzzuweisungsplan
Nationaler Nummerierungsplan
UMTS
Letzte Meile

ADSL
Asymmetric Digital Subscriber Line


ADSL gehört zu den unter dem Oberbegriff "xDSL" bekannten Technologien, die den digitalen Teilnehmeranschluss über das herkömmliche Kupfer-Telefonkabel ermöglichen. Mit dieser Technologie können bedeutend öhere Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht werden als beispielsweise mit ISDN. Im Falle von ADSL handelt es sich um ein asymmetrisches Verfahren. Das bedeutet, dass die Datenübertragungsraten nicht symmetrisch sind. Die Kapazität für beim Benutzer eingehenden Datenverkehr (downstream) ist höher als jene für ausgehenden Verkehr (upstream). So ist ADSL beispielsweise speziell geeignet für den Internetzugriff, da hier grosse Datenmengen vom Internet zum/r Benutzer/in und nur wenig Daten in umgekehrter Richtung transportiert werden.
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BWA (WiMAX)

Unter BWA versteht man den drahtlosen Breitbandanschluss an ein Fernmeldenetz zum Beispiel für den Zugang zum Internet. BWA ist eine allgemeine Bezeichnung für verschiedene drahtlose Zugangstechnologien wie WLL (Wireless Local Loop), FBWA (Fixed Broadband Wireless Access) oder MBWA (Mobile Broadband Wireless Access). WiMAX (WiMAX-Forum) und HiperMAN (ETSI) sind die diesen Technologien entsprechenden «Marken».

Das WiMAX-Forum (Worldwide Interoperability for Microwave Access Forum, www.wimaxforum.org) ist eine nicht gewinnorientierte Vereinigung von Geräte- und Komponenten-Herstellern. Ihr Ziel ist es, die Verwendung von mit dem Standard IEEE 802.16 konformen Geräten (http://grouper.ieee.org/groups/802/16/index.html) durch die Betreiber von drahtlosen Breitbandzugangssystemen zu fördern und die Kompatibilität und Interoperabilität der Geräte sicherzustellen. In dieser Hinsicht ist die Philosophie von WiMAX mit jener der Wi-Fi Alliance vergleichbar, welche den Einsatz des Standards IEEE 802.11 für die drahtlosen lokalen Netze (WLAN) anstrebt.
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Grundversorgung

Die Grundversorgung umfasst ein Basisangebot an Telecomdiensten, die gemäss Fernmeldegesetz (FMG vom 30.4.1997) landesweit allen Bevölkerungskreisen in guter Qualität und zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden müssen. Solche Grundversorgungsdienste sind beispielsweise der Teilnehmeranschluss, der Zugang zu Notrufdiensten, die ausreichende Versorgung mit öffentlichen Sprechstellen (Publifone) oder Spezialdienste für Seh- und Hörbehinderte. Mit der Grundversorgung sollen von vornherein eventuelle regionale und soziale Benachteiligungen beim Zugang zu grundlegendsten Mitteln der gesellschaftlichen Kommunikation verhindert werden. Aufgabe des Bundesrates ist es, den Inhalt der Grundversorgung periodisch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen sowie dem Stand der Technik anzupassen. Die Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) wiederum ist gemäss Fernmeldegesetz (FMG) verpflichtet, die Konzession für die Grundversorgung im Fernmeldebereich periodisch auszuschreiben und über einen Kriterienwettbewerb zu vergeben.
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GSM
Global System for Mobile Communication


GSM ist ein von ETSI ursprünglich für Europa entwickelter Standard für digitale, zelluläre Mobilfunknetze der zweiten Generation. GSM wurde jedoch nicht nur in Europa, sondern weltweit zum meistgebrauchten Standard in der Mobilkommunikation. GSM kommt in Europa, Asien und Australien auf den Frequenzen 900 MHz und 1800 MHz, in Nord- und Lateinamerika hingegen auf der Frequenz 1900 MHz zum Einsatz. Mit einer Transferrate von lediglich 9.6 kBit/s sind der Datenübertragung in GSM-Netzen enge Grenzen gesetzt. Verschiedene zusätzliche Verfahren (HSCSD, GPRS) ermöglichen jedoch eine Erhöhung des Datendurchsatzes, was weniger für den Sprachverkehr als für den schnelleren Zugriff auf umfangreichere Text- und Bildinformationen (multimediale Dienste, Internet) von Bedeutung ist.
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GPRS
General Packet Radio Services


GPRS ist ein paketorientiertes Verfahren zur Verbesserung des Datendurchsatzes in GSM-Mobilfunknetzen. Durch Kanalbündelung sind theoretisch Datenübertragungsraten von bis zu 171,2 kBit/s möglich. Der fortschrittliche Versand von Daten in Paketen (Paketvermittlung) vereinfacht nicht nur den Internet-Zugang, sondern er ermöglicht auch die effizientere Nutzung der in einer GSM-Zelle zur Verfügung stehenden Kanäle, da zwischen Sender und Empfänger keine kontinuierliche Verbindung besteht. Die Teilnehmer können bei GPRS jedoch logisch immer mit dem Server verbunden sein (allways-on-Prinzip). Zur Abrechnung können die effektiv übertragenen Datenvolumen herangezogen werden. GPRS bedingt eine Aufrüstung älterer GSM-Netze.
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Interkonnektion

Als Interkonnektion wird die Verbindung zwischen Telekommunikationsnetzen bezeichnet, die die Mitbenutzung der Infrastruktur eines andern Anbieters erlaubt. Interkonnektion ermöglicht beispielsweise den Kunden eines Anbieters, mit den Abonnenten eines andern Anbieters zu kommunizieren. Gemäss Fernmeldegesetz (FMG vom 30.4.1997, Art. 11 Abs. 1) sind marktbeherrschende Anbieterinnen von Fernmeldediensten verpflichtet, ihren Konkurrenten zu kostenorientierten Preisen (LRIC) Interkonnektion zu gewähren. Wer Dienste der Grundversorgung nach Artikel 16 anbietet, muss die Kommunikationsfähigkeit (Interoperabilität) zwischen allen Benutzern dieser Dienste sicherstellen und ist auch zur Interkonnektion verpflichtet, wenn sie keine marktbeherrschende Stellung hat und nicht Grundversorgungskonzessionärin ist (FMG Art. 21a Abs. 3).
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Nationaler Frequenzzuweisungsplan

Der nationale Frequenzzuweisungsplan enthält die in der Schweiz zugewiesenen Frequenzbänder und gibt einen umfassenden Überblick über die Nutzung des Frequenzspektrums in der Schweiz (z.B. Radio, Mobiltelefonie, WLL, Militär- Polizei- oder Amateurfunk usw.), indem die aktuelle oder geplante, zumeist international koordinierte Nutzungsart je Frequenzband festgehalten wird. Der Bundesrat genehmigt den nationale Frequenzzuweisungsplan (FMG Art. 25 Abs. 2).
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Nationaler Nummerierungsplan

In einem nationalen Nummerierungsplan wird die Struktur und die Nutzungsart bestimmter Adressierungselemente festgehalten. So wurden beispielsweise im Nummerierungsplan E.164 / 2002 für Telefonnummern die Nummernformate definiert und bestimmten Fernmeldedienstarten Nummernbereiche zugewiesen und die Umsetzung des Planes festgelegt. Im liberalisierten Fernmeldemarkt wird vorausgesetzt, dass eine von den Betreiberinnen unabhängige Stelle die für die Sicherstellung jeglicher Kommunikation unerlässlichen Adressierungselemente zuweist. Das BAKOM erstellt und verwaltet die Nummerierungspläne, die Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) genehmigt die Pläne.
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UMTS
Universal Mobile Telecommunications Sytem


Mit dem Begriff UMTS wird der ETSI-Standard für paketorientierte, digitale Mobilfunknetze der dritten Generation – nach analogen und ersten digitalen GSM-Netzen – benannt. UMTS ist der europäische Standard innerhalb der IMT2000-Familie für die Mobilfunksysteme der dritten Generation. UMTS ermöglicht die Bereitstellung von Multimedia-Diensten und die Übertragung verschiedener Breitband-Inhalte (Sprache, Daten, Bilder, Internet-Zugang) direkt auf mobile Telefone und andere drahtlose Geräte. Der technische Standard wird Datenraten von mindestens 144 kBit/s (mit dem Ziel später 384 kBit/s zu erreichen) in ländlicher Umgebung und theoretisch bis zu 2 MBits/s in geschlossenen Räumen und im Nahbereich ermöglichen.
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Letzte Meile

Als letzte Meile oder local loop wird die Teilnehmeranschlussleitung zwischen Teilnehmeranschluss und der Ortszentrale bezeichnet. Aus historischen Gründen sind die herkömmlichen Kupferkabel, die auf diesen Festnetzstrecken meist noch im Einsatz sind, in den meisten Ländern im Besitz des (ehemaligen) staatlichen Monopolbetriebs (in der Schweiz: Swisscom). Für die Mitbenutzung dieser Infrastruktur sind der Kabelbesitzerin Interkonnektionsgebühren zu entrichten.
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